Hämorrhoiden-Operation

Hämorrhoiden entfernen ohne Narkose mit der Rafaelo-Methode

Hämorrhoiden können überaus lästig und schmerzhaft sein. Dennoch gehen viele Menschen nicht zum Arzt. Dabei ist es in der Regel so einfach, Hämorrhoidialbeschwerden zuverlässig, schnell und schmerzarm zu lindern. Mit der Radiofrequenztherapie nach der Rafaelo-Methode lassen sich auch fortgeschrittene Hämorrhoiden bei einer ambulanten Hämorrhoiden-Operation ohne Narkose beseitigen.

Ambulante Radiofrequenztherapie: minimal-invasiv statt OP

Rafaelo steht für „Radio frequency treatment of haemorrhoids in local anaesthesia“. Mediziner sprechen von einer Hämorrhoiden-Ablation. Ablation bedeutet, dass Körpergewebe entfernt wird. Die ambulante Radiofrequenztherapie mit der Rafaelo-Methode erfolgt als minimal-invasiver Eingriff ohne Narkose bei örtlicher Betäubung.

„Mit der minimal-invasiven Rafaelo-Methode lassen sich Hämorrhoiden in örtlicher Betäubung sicher und zuverlässig ambulant behandeln.“

PD Dr. med. Hak Hong Keo, M.Sc.

Facharzt für Angiologie und Innere Medizin

So verläuft eine Hämorrhoiden-Therapie nach der Rafaelo-Methode

Hämorrhoidenknoten werden durch hochfrequente Strahlung verödet

Der Rafaelo-Eingriff ist einfach: Bei der ambulanten Radiofrequenztherapie wird eine kleine Sonde in den After an die Hämorrhoiden (dabei handelt es sich um geschwollene Gefässpolster) geführt. Die hochfrequente Strahlung erhitzt das Zielgewebe sehr kurzfristig auf bis zu 120 Grad. Dadurch verschliessen sich die Blutgefässe, die die Gefässpolster versorgen. Der Hämorrhoidenknoten schrumpft und stirbt ab. Nach 1 bis 2 Wochen löst sich das Hämorrhoidalgewebe schliesslich von selbst und wird einfach ausgeschieden. Innerhalb von 4 bis 6 Wochen vernarbt die behandelte Stelle. Die Sonde selbst erhitzt sich übrigens nicht. Es besteht praktisch keine Verbrennungsgefahr.

Unerwünschte Nebenwirkungen oder Komplikationen nach einer Hämorrhoiden-Behandlung mit der Rafaelo-Methode sind selten. Leichte Schmerzen im Analbereich vergehen in der Regel innerhalb von wenigen Stunden. Sehr selten kommt es vorübergehend zu schmerzhaften Schwellungen im Bereich der verdampften Gefässpolster. Diese lassen sich mit entzündungshemmenden Medikamenten aber gut lindern.

Vorteile der Rafaelo-Methode

Im Vergleich mit üblichen Operationsverfahren bei Hämorrhoiden bietet die Rafaelo-Methode unter anderem folgende Vorteile:

  • Minimalinvasiver Eingriff ohne Narkose
  • Kaum postoperative Schmerzen oder Behinderungen
  • Keine tiefen Schnitte, daher sehr gute Wundheilung
  • Keine Fremdkörper wie Klammern oder Gummibänder (Ligaturen)
  • Geringe Rückfallquote wegen Verödung der versorgenden Blutgefässe
  • Sofortige Mobilität und Verkehrstauglichkeit

Wann sollten Hämorrhoiden behandelt werden?

Hämorrhoiden werden nach der Grösse in 4 Stadien (siehe rechts) unterschieden. Spätestens ab dem 3. Stadium ist eine Entfernung der Hämorrhoiden sinnvoll, da Hämorrhoidalbeschwerden wie Juckreiz, Blutungen, Wundsein und Schmerzen die Lebensqualität stark einschränken können. Zudem ist eine Hämorrhoidentherapie sinnvoll, um Komplikationen wie Thrombosen, Analfissuren, Analfisteln, Analabszesse und Blutarmut (Anämie) durch starke Blutungen vorzubeugen.

Für wen ist die Hämorrhoiden-OP geeignet?

Die Rafaelo-Methode ist für die meisten Menschen mit Hämorrhoiden eine sehr gute Wahl. Eine individuelle Entscheidung lässt sich aber erst nach einer diagnostischen Untersuchung treffen. Zudem gibt es einige Umstände, die den Eingriff verhindern:

  • Schwangerschaft
  • Herzerkrankungen (auch Herzschrittmacher)
  • Hautinfektionen im Afterbereich
  • Analfissuren
  • Infektionskrankheiten wie Kryptitis oder Proktitis
  • Klammern nach einer Longo-Operation
  • Krebsoperation im Enddarmbereich.

Die 4 Grade von Hämorrhoiden

Hämorrhoiden 1. Grades äussern sich durch leicht geschwollene Gefässpolster am Anus. Sie sind äusserlich nicht sichtbar und auch nicht tastbar, machen sich aber gelegentlich durch leichten Juckreiz und Schmerzen am After bemerkbar.

Hämorrhoiden 2. Grades bleiben mitunter unbemerkt, weil sie sich nach der Stuhlentleerung von selbst wieder in den Enddarm zurückziehen. Sie können sich allerdings auch durch starken Juckreiz oder Brennen sowie Schleimabsonderungen bemerkbar machen. Nicht selten geht mit dem Stuhl hellrotes Blut ab, das auf dem Toilettenpapier auffällt.

Hämorrhoiden 3. und 4. Grades verursachen eine Reihe von Symptomen, die sich nicht mehr verdrängen lassen. Typisch sind beispielsweise starke Schmerzen, Nässen, Wundreiz, Stuhlschmieren und Brennen am Darmausgang. Fortgeschrittene Hämorrhoiden gleiten nicht nur beim Stuhlgang, sondern mitunter auch beim Gehen, Husten oder Niesen nach aussen. Sie ziehen sich nicht mehr selbstständig zurück, sondern müssen manuell zurückgedrückt werden. Beim Grad 4 bleiben sie ständig ausserhalb der Afteröffnung und ein Zurückschieben in den Analkanal ist nicht mehr möglich.
 

Innere und äussere Hämorrhoiden

Schweizspezifisch ist die Unterscheidung von inneren und äusseren Hämorrhoiden. Bei uns werden – beispielsweise für Schwangerschaften typische – geschwollene Venen am Afterrand mitunter als äussere Hämorrhoiden bezeichnet. Mediziner sprechen hier in der Regel von Perianalvenenthrombosen. Hautfalten am Afterrand werden übrigens als Marisken bezeichnet.

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